Betriebliche Altersversorgung (bAV):
15 % Pflichtzuschuss vom Chef & staatliche Steuerersparnis clever für den Ruhestand nutzen
Gesetzliches Rentenniveau sinkt unter 48 Prozent
Mit der betrieblichen Entgeltumwandlung sparen Sie Lohnsteuer und Sozialabgaben – und bauen sich eine geförderte Zusatzrente auf.
Die gesetzliche Rente allein wird für künftige Generationen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Eine der wirksamsten Methoden zur Schließung der Rentenlücke ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) via Entgeltumwandlung. Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Rechtsanspruch darauf – und der Arbeitgeber muss sich finanziell beteiligen!
Die 3 Kernmechanismen der modernen bAV
BetrAVG & EStGGemäß § 1a Abs. 1a BetrAVG ist der Arbeitgeber verpflichtet, mindestens 15 % des umgewandelten Beitrags als Zuschuss an die Versorgungseinrichtung weiterzuleiten, soweit er dadurch Sozialabgaben spart.
Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung sind komplett steuer- und sozialabgabenfrei (§ 3 Nr. 63 EStG). Ihr Nettogehalt sinkt nur um etwa die Hälfte Ihres Sparbeitrags.
Wechseln Sie den Arbeitgeber, können Sie Ihr gebildetes Deckungskapital gemäß § 4 BetrAVG kosten- und steuerfrei auf den neuen Arbeitgeber übertragen oder den Vertrag privat fortführen.
Beispielrechnung: Wie viel Rente Sie für Ihr Geld bekommen
Maximaler HebeleffektÜber das Doppelte investiert
Sie verzichten netto lediglich auf rund 105 Euro im Monat, während in Ihrer betrieblichen Altersversorgung volle 230 Euro verzinst werden. Bei 30 Jahren Laufzeit und fondsgebundener Anlage wächst hier ein ansehnliches sechsstelliges Polster heran!
Praxiserfahrungen aus Unternehmen
Typische Konstellationen bei der betrieblichen Altersvorsorge
Jahresgehalt 88.000 €, Steuerklasse I
Aufgrund der hohen Steuerprogression spart er bei 250 € Entgeltumwandlung über 110 € Einkommensteuer ein. Über eine fondsgebundene Direktversicherung investiert er in global diversifizierte Aktienfonds mit solider Renditeperspektive.
Wechsel von Konzern zu Mittelständler
Nach 6 Jahren wechselte eine Projektleiterin das Unternehmen. Der neue Arbeitgeber übernahm den bestehenden bAV-Vertrag per Schuldbeitritt. Sämtliche erworbene Ansprüche und das angesparte Vermögen blieben ohne Reibungsverluste erhalten.
Temporäre Tätigkeit außerhalb der EU
Für einen 3-jährigen Auslandsaufenthalt wurde der Vertrag einfach beitragsfrei gestellt. Das vorhandene Kapital erwirtschaftete weiter Zinsen. Nach der Rückkehr wurde die Einzahlung wie gewohnt wieder aufgenommen.
Nachgelagerte Besteuerung vorausschauend planen
Im Ruhestand greift die nachgelagerte Besteuerung. Dank des gesetzlichen Freibetrags für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bleibt ein erheblicher Teil der Betriebsrente beitragsfrei.
4 typische Stolpersteine bei der bAV
Richtig entscheiden1 Veraltete, niedrig verzinste Tarife ohne Fondskomponente
Reine Garantietarife ohne Aktienfondsanteil werfen oft kaum mehr Rendite ab als die Inflationsrate. Achten Sie auf zeitgemäße hybride oder fondsgebundene Tarife mit Kapitalgarantie.
2 Fehlende Überprüfung des Arbeitgeberzuschusses
Manche Arbeitgeber zahlen nach wie vor nicht den gesetzlichen 15 %-Zuschuss auf Altverträge. Hier besteht ein klarer Rechtsanspruch nach § 1a BetrAVG, der nachgefordert werden kann.
3 Unüberlegte Kündigung bei Arbeitgeberwechsel
Eine bAV kann vor Rentenbeginn grundsätzlich nicht ausgezahlt werden. Ein vorzeitiger Kündigungsversuch führt zu Beitragsfreistellung oder massiven Stornoverlちsten. Stets die Übertragung oder private Fortführung wählen!
4 Auswirkungen auf die gesetzliche Rente ignorieren
Da durch die Entgeltumwandlung das sozialversicherungspflichtige Brutto sinkt, erwerben Sie geringfügig weniger Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rente. Die bAV gleicht diesen Effekt bei rentabler Anlage jedoch mehr als aus.
6-Punkte-Checkliste für Ihren bAV-Vertrag
Prüfen Sie Ihr Angebot vor der Unterzeichnung
Ning Shui · Finanzberater
Vermögensberater bei der DVAG · IHK-Zulassungen nach § 34d (Versicherungen), § 34i (Baufinanzierung), § 34c (Privatkredit) und § 34f (Investment)
„Die betriebliche Altersversorgung ist eines der rentabelsten Vorsorgeinstrumente in Deutschland – wenn die Tarifauswahl stimmt und die Arbeitgeberzuschüsse voll ausgeschöpft werden.“
„Gerne prüfe ich unverbindlich das Vorsorgeangebot Ihres Arbeitgebers, berechne Ihre individuelle Nettobelastung und zeige Ihnen die zu erwartende Rentenleistung auf.“